Kindergarten Plus

Abschlussbericht der wissenschaftlichen Evaluationsstudie liegt vor

Die Durchführung von Kindergarten plus in Kindertageseinrichtungen ist eine „sinnvolle und nützliche Möglichkeit, Kinder bereits in jungen Jahren in der Entwicklung ihrer sozialen und emotionalen Kompetenzen zu unterstützen“, lautet die zentrale Schlussfolgerung der Evaluationsstudie zum Programm Kindergarten plus, deren Abschlussbericht jetzt vorliegt.

Verglichen wurden 322 vier- bis sechsjährige Kinder aus der Interventionsgruppe (Teilnahme an Kindergarten plus) mit 257 Kindern der Kontrollgruppe, die nicht an dem Programm teilnahmen.

Die Untersuchungen zu drei Messzeitpunkten (vor Beginn und nach Ende der etwa zweimonatigen Durchführung des Programms sowie ca. neun weitere Monate später vor dem Übergang der Kinder in die Schule) wurden im Frühjahr und Sommer 2009 bzw. im Frühjahr 2010 in niedersächsischen Kindertageseinrichtungen durchgeführt.

Besonders auffallend ist, dass sich die sozialen Kompetenzen der an Kindergarten plus teilnehmenden Kinder nach Beendigung des Programms signifikant verbessert hatten. Die Verbesserungen zeigen sich in einer Zunahme ihres prosozialen Verhaltens, in einer Abnahme ihrer sozialen Impulsivität sowie in einer tendenziellen Abnahme der Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen. Die emotionalen Kompetenzen der Kinder verbesserten sich ebenfalls signifikant im Hinblick auf die Abnahme ihrer externalisierenden Verhaltensauffälligkeiten.

In dem Bericht nach Auswertung der ersten beiden Messzeitpunkte heißt es hierzu: „In der vorliegenden Evaluationsstudie wurde dargelegt, dass das Präventionsprogramm Kindergarten plus das Problemverhalten der Kinder verringern und prosoziales Verhalten fördern kann. Die externalisierenden Verhaltensauffälligkeiten, wozu Wutanfälle, mangelnde Folgsamkeit, Lügen und Stehlen gehören, nahmen signifikant ab.

Zusätzlich konnte bei den Kindern der Interventionsgruppe eine signifikante Zunahme prosozialen Verhaltens beobachtet werden. Sie waren nach Einschätzung ihrer Erzieherinnen rücksichtsvoller, teilten häufiger mit anderen Kindern und waren hilfsbereiter.

Zudem verringerte sich die soziale Impulsivität der Kinder (z. B. Nicht-Respektieren von Grenzen anderer Menschen) aus der Interventionsgruppe signifikant, während bei der Kontrollgruppe eine leichte Zunahme der sozialen Impulsivität zu beobachten war.“ Bei der Nachuntersuchung derselben Kinder etwa neun Monate nach Beendigung des Programms zeigte sich allerdings, dass die positiven Effekte nur teilweise anhielten.

Im Zuge der Überarbeitung des Programms 2012/2013 wurde daher ein Schwerpunkt auf die erweiterte Einbeziehung der Kindergarten plus-Inhalte in den Alltag der Kindergärten gelegt. Außerdem wurde ein Vertiefungsmodul entwickelt, um auf diese Weise die Nachhaltigkeit des Programms zu erhöhen.

Zum Hintergrund: Kindergarten plus wurde von einer Forschungsgruppe am Psychologischen Institut der Leuphana Universität Lüneburg unter Leitung von Prof. Dr. Maria von Salisch wissenschaftlich evaluiert. Das auf insgesamt drei Jahre angelegte Projekt war Teil des Forschungsverbunds „Frühkindliche Bildung und Entwicklung Niedersachsen“ und wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der Deutschen Liga für das Kind finanziert.

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