Hohenlohe-Künzelsau

13 500-Euro-Spende für die Wohngemeinschaft Eppacher Mühle

In der neuen Küche der Eppacher Mühle duftet es nach frischem Kaffee. Die Bewohner der Wohngemeinschaft sitzen gemütlich am großen Esstisch und genießen die Morgensonne, die durch die großen Fenster scheint. Heute kommt Besuch vom Lions Club, der den Mühlenbewohnern eine Spende von 13 500 Euro überreicht.

Das Konzept

Der Lions Club fördert Projekte, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Dafür ist das Konzept, das fast sieben Jahre zur Umsetzung benötigte, ein sehr gutes Beispiel. Anders als in vielen Alters- und Demenzeinrichtungen bestimmen hier die Bewohner den Tagesablauf und nicht die Pflegeleitung. Seit Mai leben in Untereppach drei an Alzheimer erkrankte Menschen gemeinsam unter einem Dach. „Wir leben hier wie in einer Familie zusammen. Das ist nicht mit einem Heim vergleichbar“, sagt Sylvia Seebach, die Leiterin der Betreuung.

Susanne Stirn und Sandra Köhnlein sind sogenannte Alltagsbetreuerinnen und kümmern sich um alles, was anfällt. Sie kochen, backen und richten das Abendbrot − wenn es geht, möglichst zusammen mit den Bewohnern. Da zeigt sich, wie wichtig eine große Küche ist. Aber auch beim Waschen, Bügeln und Aufräumen helfen die Betreuer.

Daneben bleibt Zeit für Gespräche, Spaziergänge, Musik und Spiel. Dies weckt neue Kräfte in den Bewohnern.

„Viele Medikamente konnten schon nach so kurzer Zeit extrem reduziert werden, und auch die Mobilität verbessert sich“

Sylvia Seebach

Das Konzept laute „Humanität“. Die Menschen sollen so selbstbestimmt wie möglich bleiben. Der Vorreiter des Konzepts ist in Freiburg zu finden, auch andere größere Städte verfolgen dieses Konzept. Die bestehenden Einrichtungen haben sehr lange Wartelisten. Im ländlichen Raum ist dieses Modell noch neu. Joachim Pfisterer, Initiator des Vereins, setzt hier Impulse für ein Altern in Würde.

Nachahmer

Darum geht es auch dem Lions Club. Professor Dr. Thomas Krause, aktueller Vorsitzender des Lions Clubs Hohenlohe-Künzelsau, kann die Sorgen und Nöte von Betroffenen und Angehörigen sehr gut verstehen, da er selbst einen Pflegefall in der Familie hat. Der Lions Club möchte vor allem das Konzept als solches fördern. Krause hofft, dass dieses Modell auch in Hohenlohe mehr Nachahmer findet.

„Noch haben wir freie WG-Plätze zur Verfügung“, sagt Pfisterer. Wer Interesse hat oder sich informieren möchte, kann dies auf der Homepage www.eppacher-muehle.de tun oder sich direkt an den Verein Gemeinsam Daheim wenden.

Erschienen in der Heilbronner Stimme / Hohenloher Zeitung
Bild und Text: Isabell Färber

Lions Quest

Jetzt Lions-Quest „Erwachsen handeln“ fördern!

Das Lions-eigene Lebenskompetenzprogramm Lions-Quest „Erwachsen werden“ (LQ EW) bekommt Familienzuwachs. Lions-Quest „Erwachsen handeln“ (LQ EH) ist die Erweiterung des bewährten LQ EW und geht optimal auf den Bedarf in der Altersgruppe der 15- bis 21-Jährigen ein. Lions-Clubs können ab sofort ganze Seminare oder die Seminarteilnahme einzelner Lehrkräfte fördern.

Klasse2000

Auszeichnung für nachhaltige Prävention

Am 19.12.2013 zeichnete die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, Klasse2000 mit einer "Belobigung für besondere Nachhaltigkeit" aus. Diese Anerkennung wurde anlässlich der Verleihung des bayerischen Gesundheitsförderungs- und Präventionspreises 2013 vergeben.

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